Apr 19

Montag

Skimming an Geldautomaten

geschrieben von Lenny um 13:37 Uhr.

Beim sog. “Skimming” wird versucht den Magnetstreifen bzw. den Chip der EC-Karte auszulesen, um später aus den gewonnen Informationen eine funktionsfähige Kopie der Karte zu erstellen.

Zusätzlich wird die Pin-Eingabe durch den Kunden mitgefilmt. In einigen Fällen wird auch ein “Keylogger” eingesetzt, um die Eingabe über das Tastenfeld direkt aufzuzeichnen. Diese falschen Tastenfelder sehen genauso  aus, wie die Originale und werden einfach darübergelegt. Für die meisten Kunden ist diese Veränderung kaum wahrnehmbar.

Wie schwer diese Manipulationen zu erkennen sind, zeigen die Bilder auf der Webseite der “pfiffigen Senioren“. Selbst geschulte Bankangestellte sind oft nicht in der Lage diese Fälschungen zu erkennen.

Viele Nutzer überschätzen sich selbst und gehen davon aus, dass sie nie auf so etwas wie Phishing oder Skimming hereinfallen würden. Leider gelingt es den Tätern aber in einer vielzahl von Fällen, Geld aus dem Ausland abzubuchen, ohne dass die Opfer das im Vorfeld registrieren.

Auch die Polizei warnte im Raum Kaiserslautern in einer kurzen Mitteilung und empfiehlt bei der Pin-Eingabe die Hand zu verdecken. Zudem kann es wohl nicht schaden des öfteren von der Möglichkeit der Pin-Änderung Gebrauch zu machen. Falls sich am Aufbau des Automaten etwas geändert haben sollte und einem das auffällt, sollte man im Zweifelsfall einen Mitarbeiter darauf ansprechen und klären, ob es sich ggf. auch um einen Betrugsversuch handeln könnte.

Wie man sich schon denken kann, gibt es keine hundertprozentige Sicherheit sich gegen Skimming-Versuche zu schützen. Wachsamkeit ist immer gefragt. Man sollte also auf jeden Fall seine Kontenbewegungen im Auge haben, regelmäßig die Auszüge unter die Lupe nehmen und sich bei Unklarheiten direkt mit der Bank in Verbindung setzen.

In der Regel werden Kunden, die betroffen sind auch von ihrer Bank benachrichtigt.

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6 Kommentare zu “Skimming an Geldautomaten”

  1. Christian schreibt:

    Gibt’s echt bei euch ne Warnung? Ich denke auch, dass der Kunde am Automat fast keine Chance hat Manipulationen am Kartenleser/PinPad zu bemerken.. dazu gibt es einfach zuviele Automaten & Modelle die sich unterscheiden.. (zumindest ich habe keinen “festen” Automaten sondern bediene mich bei der Bank, die grad’ auf dem Weg liegt.. )

    Bisher erstatten die Banken doch auch den entstandenen Schaden, oder?

  2. Lenny schreibt:

    @Christian afaik steht für solche Betrugsfälle eine Art Versicherung der Bank gerade. Der Kunde wird also wenn die Bank Verdachtsfälle hat benachrichtigt und bekommt im Schadenfall auch das Geld wieder.

    Auch im Verdachtsfall werden vorläufig die Karten der Kunden zur Sicherheit gesperrt.

    Aktuelle Zahlen habe ich leider keine mehr. Aber ich meine vor ein paar Wochen etwas um die 30 Fälle mit erfolgreichen Abbuchungen aus dem Raum England/Italien gelesen zu haben. Stand auch ein kurzer Beitrag in der Rheinpfalz.

  3. Christian schreibt:

    Mist.. sollte vielleicht doch wieder die Rheinpfalz abonieren.. was lokal abgeht geht völlig an mir vorbei ;)

    Auf Spiegel/Heise usw schaffen es wohl nur die “dicken” Gauner.. nunja, abwarten und Daumen drücken, dass dieser Kelch an einem vorbeigeht..

  4. Lenny schreibt:

    Ich hatte auch Glück an dem Wochende, an dem ich Geld abgeholben habe, lief wohl gerade eine Skimming-Attacke. War aber nicht betroffen und wurde auch nicht auf Verdacht benachrichtigt oder gesperrt. Die Angriffs-Zeit konnte wohl recht genau bestimmt werden.

  5. Mark Lenhardt - yiid schreibt:

    [...] 13:37   Aktivität via [...]

  6. Olaf schreibt:

    Die wenigsten Kunden bemerken Manipulationen an Geldautomaten. Selbst auffällige Module werden als “Stand der Technik” gesehen und der Kunde gibt fleissig weiter seine PIN ein. Egal ob an Tür oder Geldautomat.
    Ende letzten Jahres wurden doch mal unterschiedliche Skimmingtechniken an Kunden getestet. Das Ergebnis war ziemlich ernüchternd:
    http://www.youtube.com/watch?v=6eGG2O2bsyc

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