Sep 28

Montag

Wie man den Medien schon vielfach entnehmen konnte, sind die Änderungen klein, aber fein ausgefallen.

Über einige Funktionen habe ich mich besonders gefreut.

Die Performance ist Top. Vielen dürfte aufgefallen sein, dass das gesamte System schneller läuft. In den meisten Fällen liegt das am Support für 64Bit-Prozessoren. Das System arbeitet, soweit ein 64Bit Prozessor verfügbar ist, komplett im 64Bit-Modus. Bis auf wenige Anwendungen hat Apple seine hauseigenen Programme angepasst, auch einige andere Entwickler ziehen nun mit und rüsten ihre Software um.

Wer genauer wissen will, was genau mit 64Bit unterstützt wird und was es damit eigentlich auf sich hat, sollte sich diesen Link noch anschauen. Dort gibt es ebenso ein Tool, mit dem man feststellen kann, ob man einen 64-bittigen Prozessor oder sogar einen 64Bit-Kernel hat. Oder hier bei Apple als Tabelle.

64bit

Symbolvorschau für Bilddateien. Diese ist besonders auf dem Schreibtisch sehr schön anzuschauen und sogar die Icon-Größe ist einstellbar. Top!

Schreibtisch Symbol Vorschau

Aktuellen Ordner durchsuchen. Bei Suchvorgängen im Finder, kann man endlich einstellen, dass der aktuelle Ordner nach dem Suchbegriff durchforstet wird und nicht wie bisher, der gesamte Mac.

screen-capture-finder

Mehr freier Festplattenspeicher nach dem Upgrade. Viele Nutzer haben berichtet, dass sie mehr Speicherplatz frei haben nach dem Upgrade. Die Zahlen schwanken sehr, so habe ich Werte von 7 bis 17 Gigabyte lesen können. Welche Daten hierbei genau rausgefallen sind, konnte bisher noch niemand glaubwürdig erläutern. Mir selbst scheinen 17Gb auch etwas hochgegriffen.

Ich selbst kann leider keine Auskunft darüber treffen, da auf meinem System immer ca. 100Gb frei waren und ich wirklich nur grob schätzen könnte.

Der Preis von etwa 30€ für eine Upgrade-Version hat mich doch sehr positiv überrascht und ich finde, viel mehr sollte man für eine aktualisierte Version eines Betriebssystem auch nicht bezahlen müssen. Ich für meinen Teil würde einen Preis von etwa der hälfte der normalen Retail-Version als angemessen ansehen. Natürlich würde das keinen Sinn mehr machen, wenn der erste Release erst ein halbes Jahr her ist. Zudem sollte eine Änderung respektive eine Verbesserung des Systems schon recht deutlich erkennbar sein.

Zugegebener Maßen wir ich anfangs etwas skeptisch, was die Neuerungen betrifft. Genauso gut hätte man beim Vorgänger bleiben können. Wenn man es aber als ein Nice-to-have ansieht und den geringen Preis berücksichtigt, sollte man getrost umsteigen. Zudem hat man auf neueren Systemen tatsächlich einen deutlichen Performance-Gewinn.

Bei älteren Macs sollte man hingegen eher vorsichtig sein, da mit 10.6 auch endgültig der Umstieg auf Intel-only-Code vollzogen wurde. Das heißt, man wird vermutlich in Zukunft immer weniger Universal-Binarys finden, die mit den alten G-Modellen noch kompatibel sind.

Sep 05

Samstag

Video: OpenID-Login mit Yiid

geschrieben von Lenny um 19:43 Uhr.

Nachdem ich nun schon öfter über OpenID berichtet habe, wollte ich auch mal zeigen, wie genau der Login von statten geht.

Zugleich habe ich die Chance genutzt, um die neue Funktion “Bildschirmaufnahme” unter Snow Leopard zu testen.

Noch kurz einige Worte zum verwendeten Setup:

  • WordPress Installation mit OpenID-Plugin auf einem VMware-Server
  • Eigene Domain mit eingerichtetem Apache-Rediret zur Yiid-URL
  • Yiid.com ist also der eigentliche OpenID-Provider

Hier nun das Video:

Fast OpenID-Login from weipah on Vimeo.

Aug 17

Montag

In einem meiner vorherigen Posts habe ich beschrieben, wie man recht einfach eine Weiterleitung über den Apache-Webserver einrichtet.

In der Praxis nutze ich diesen Apache-Redirect, um meine neue Domain marklenhardt.de auf mein Yiid-Profil weiter zu leiten. Das funktioniert soweit ohne Probleme und ohne nennenswerte Verzögerung.

Nun ist mir noch aufgefallen, dass ich sogar meine Domain als login für OpenID verwenden kann. D.h. ich logge mich ganz einfach mit marklenhardt.de ein und es wird ordnungsgemäß abgefragt, ob ich bereits bei yiid.com eingeloggt bin.

Für mich persönlich ist das ein weiteres Indiz dafür, dass OpenID einfach eine tolle Sache ist. Vorallem auch, weil es für den Anwender transparent ist und er es unkompliziert anwenden kann.

Wer noch mehr über OpenID erfahren möchte, sollte sich den Wiki-Artikel anschauen, oder die offizielle Webseite der OpenID Foundation.

Falls jemand noch auf der Suche einem guten kostenlosen OpenID-Provider ist, der noch viel mehr Möglichkeiten bietet als nur OpenID-Sign-In, sollte derjenige unbedingt noch bei yiid.com vorbeischauen.

Aug 13

Donnerstag

Anbei möchte ich kurz die beiden OS in verschiedenen Funktionen vergleichen, um zu zeigen, warum ich auf Symbian umgestiegen bin und welche Unterschiede mir dabei im Nachhinei besonders aufgefallen sind.

Erfahrungswerte mit iPhone OS beziehen sich auf das original iPhone (1ste Generation), wobei das OS 3.0 natürlich, bis auf wenige Features (GPS, MMS, etc.) identisch ist.

Symbian nutze ich auf dem Samsung i8510 Innov8 (ohne Touchscreen) mit der Firmware i8510XXHHa.

Menüführung

Hier erlaubt das iPhone OS lediglich eine flache Struktur ohne Verschachtelung durch Ordner, was zum einen eine sehr simple Übersicht gewährt. Aber man hat dadurch auch Objekte ständig sichtbar, die man nur selten bis garnicht braucht.

Anordnen und Gruppieren lassen die Icons sich einzeln nur sehr mühsam durch verschieben über den Screen. Dabei passen 4×4 Objekte auf den Bildschirm.

Die Standard-Struktur des Symbian ist gelinde ausgedrückt schlichtweg ein Horror! Objekte sind immer in dem Ordner, wo man sie am wenigsten vermutet. Dafür lassen sich diese auch besser anpassen, indem man auch wie beim iPhone jedes Objekt einzeln in einen Ordner verschiebt.

Über den Datei-Manager kann man auch mehrere Objekte markieren, jedoch auch nur sehr mühsam.

In diesem Punkt geben sich die beiden Systeme also nichts, d.h. man muss sich einfach entscheiden, ob man eine flache Struktur, oder eine mit Ordnern bevorzugt.
Beschaffung von Software

Bei Apple funktioniert das eigentlich ganz einfach über den AppStore. Durch das reichhaltige Angebot findet man eigentlich immer das was man sucht. Leider ist auch viel unbrauchbares dabei und man muss sich ziemlich durchwühlen. Es gibt bisher keine Test-Versionen der Anwendungen und Spiele, das heißt man muss erstmal dafür zahlen. Eine Art Geld-zurück-Garantie und die Möglichkeit Refunding sind jedoch in Planung.

Die größten Nachteile des Stores egeben sich bisweilen eigentlich eher für die Entwickler. Die Auflagen sind sehr streng, der Aufwand sehr hoch und anderen Berichten zufolge, herrscht oft die Willkür bei den “Approval-Tests”, die jede Anwendung bestehen muss, um endlich im Store aufgenommen zu werden.
Es werden beispielsweise keine Apps geduldet, die Funktionen der hauseigenen Firmware nur kopieren oder in Teilen ergänzen.

Problematisch ist dieser Sachverhalt auch, wenn es um schnelle Updates der Anwendung geht. Bis zur Übernahme einer neuen Version, vergehen oftmals Tage oder gar Wochen, wobei es sich prinzipiell um exakt die gleiche App dreht, die erneut genehmigt werden muss. Das ausliefern von Bugfixes gestaltet sich also sehr schwer für den Publisher.

Viele Nutzer könnten dann zu Konkurrenz-Produkten überlaufen, die etwaige Fehler nicht in ihrer Anwendung haben, nur weil die Approval durch Apple zu lange gedauert hat. Gut natürlich auch für Apple, je öfter ein Nutzer die Anwendung wechselt, desto mehr Geld lässt er im Store zurück.

Die Kosten der meistens Apps sind eher moderat, d.h. sie schwanken von 0,99€ bis etwa 10€. Neuere GPS-gestützte Navigations-Programme verlangen etwas mehr; 70€-100€ werden hier verlangt, jedoch liegt das eher am teuren Kartenmarterial, als an der Anwendung selbst.

Wie sieht es nun auf dem Symbian-Markt aus?

Es gibt, soweit ich das überblicken konnte, keinen hauseigenen Symbian-Shop, wenn man mal vom Ovi-Store absieht, den Nokia zur Verfügung stellt. Im Grunde kann also jeder selbst seine Anwendungen publizieren. Einschränkungen ergeben sich meist aus den recht unterschiedlichen Firmware-Version, die die Handy-Hersteller ausliefern.

Einige Hersteller wollen sichergehen, dass nur signierte Programme auf ihrem Gerät installiert werden. Es lässt sich also nicht zwangsweise jede Applikation nutzen auf dem Gerät. Viele erlauben immerhin selbstsignierte Anwendungen, gänzlich unsignierte lassen sich aber in der Regel nur auf gehackten Symbian-Versionen installieren.

Eine Anwendung für Symbian OS signieren zu lassen, soll aber vergleichweise einfach zu bewerkstelligen sein. D.h. Entwickler/Publisher kämpfen weniger mit Genehmigungen und können ihre Produkte leichter unter’s Volk bringen. Auf der anderen Seite hat der Anwender die Sicherheit einer “offiziell” signierten Anwendung, die er ruhigen Gewissens auf seinem Gerät installieren kann.

Leider ist die Programmierung von Anwendungen für Symbian OS unter den Entwicklern eher unpopulär und das obwohl eigentlich auch aktuelle Sprachen, wie beispielsweise Python, zur Verfügung stehen. Viele Entwickler sehen wohl keinen lukrativen Markt hinter Symbian OS und verzichten daher gänzlich darauf ihre Produkte für dieses System überhaupt anzubieten.

Die Preise der Anwendungen schanken sehr. Eine Standard-Anwendung, wie ein Twitter-Client oder etwa ein zusätzliches E-Mail-Programm kosten um die zehn Euro. Auf der anderen Seite, gibt es natürlich auch viele kostenlose Projekte, diese sind aber in den seltensten Fälle auch signiert und lassen sich somit unter Umständen nicht auf allen Symbian-Geräten installieren.

Bei kommerziell vertriebenen Produkten, gibt es üblicherweise eine Trial-Version zum Testen vorab. Diese sollte man meiner Meinung auf jeden Fall immer vorher testen, da es tatsächlich sein kann, dass eine Anwendung auf einem bestimmten Gerät garnicht lauffähig ist, oder es zu unerwarteten Nebeneffekten kommt.

Zur Ergänzung möchte ich noch kurz erwähnen, dass unter Symbian alle Anwendungen auch im Hintergrund laufen können. Auf diese Weise lassen sich auch Hintergrundprozesse (z.B. Daemons) gestalten, die trotzdessen noch aktive Verbindungen (GSM, GPS, Bluetooth, WLAN) aufrechterhalten können.
Unter iPhone ist diese Art von Prozess bisher nicht möglich, da Apple diese Funktionalitäten, über die Programmierschnittstellen, noch nicht zur Verfügung stellt.

Zusammenfassend würde ich behaupten, dass der Prozess des Software-Kaufs und der -Installation auf dem iPhone deutlich einfacher gestaltet und damit viel unkomplizierter ist. Auf Symbian dagegen gibt es viele “Frickler-Lösungen”, die zwar viel mehr Möglichkeiten bieten, jedoch sehr umständlich in der Handhabe sind und damit auch für den Otto-normal-Verbraucher eher ungeeignet. Wenn man nur auf signierte Anwendungen für Symbian zurückgreift, liegt man aber auch hier auf der sicheren Seite als Anwender. Das wäre in etwa vergleichbar mit einem Autohändler, wo man eben auch ein gewisses Maß an Seriösität voraussetzt.

Hardware

Wie jeder weiß ist iPhone OS, wie der Name schon sagt, grundsätzlich an das iPhone gebunden. Zwar verwendet auch der iPod Touch das selbe System und auch das angekündigte Touch-Tablet, das selbe OS. Jedoch kann man mit diesen Geräten nicht den vollen Umfang der Funktionen nutzen und auch nicht damit telefonieren.

Bei Symbian hingegen sieht das etwas anders aus. Auch wenn es hauptsächlich von Nokia mitgetragen wurden, kann man auf viele verschiedene Geräte und Hersteller zurückgereifen, die speziell auf die jeweilige Hardware angepasste Firmware mit Symbian nutzen.

Genauere Informationen zur Entstehung von Symbian Ltd. und zu den beteiligten Firmen, findet man auf der Wikipedia.

Messaging

Was mich zuvor am iPhone immerzu störte, war die miserable Texterkennung. Wenn man diese abstellt, hat man zwar eine Software-Tastatur, jedoch hinkt diese ziemlich hinterher beim schnellen Tippen.

Von daher bevorzuge ich die T9-gestützte Zifferntastatur meines Symbian-Handys. Aber es sind durchaus auch Symbian basierte Handys mit Touch-Screen verfügbar, für diejenigen, die lieber auf eine “echte” Tastatur verzichten wollen.

Was mir im Bereich Messaging noch aufgefallen ist, dass man Nachrichten (E-Mails, MMS, SMS) auch direkt an eine Gruppe senden kann. Man wählt einfach die passende Gruppe aus dem Adressbuch aus und die Adressen der Mitglieder werden automatisch übernommen. Für diese Gruppen man im übrigen auch eigene Kligeltöne zuweisen. So weiß man zum Beispiel direkt, wenn jemand von der Arbeit anruft ;-)

Synchronisation

Mit dem iPhone ist man derzeit zum großteil immernoch an iTunes geknüpft. Da es iTunes derzeit nur für Windows und Mac OS gibt, ist eine Synchronisation über einen Linux-Desktop zur Zeit nicht möglich. Einen Artikel hierzu findet man z.B. hier, wo sich jemand schonmal Gedanken darum gemacht hat, wie man das Problem ggf. umschiffen kann.

Dadurch, dass Symbian etwas “offener” im Umgang mit Protokollen ist, lässt sich auch eine Synchronisation mit Linux umsetzen. Wenn man etwas googlet, findet man beispielsweise Anleitungen, wie diese. Leider muss man auch hier einräumen, dass diese Lösung für normale Endanwender recht komplizert ist.

Für die Synchronisation mit dem Mac gibt es z.B. das Programm “The Missing Sync for Symbian” von mark/space. Zusammen mit einem kleinen Programm, das auf dem Handy installiert wird, kann man über die Desktop-Anwendung genau einstellen, was synchronisiert werden soll. Möglich sind einzelne Kontakte inkl. alle Nummern und Zusatzfelder, wie E-Mail-Adressen und auch die Kontaktbilder. Darüber hinaus werden im Adressbuch hinterlegte Gruppen überspielt und man kann Bilder, Musik und Videos übertragen.
Die Verbindung wird dabei über Bluetooth hergestellt. Mit einem kleinen Zusatzprogramm, das für den Desktop mitgeliefert wird, lassen sich auch SMS- und Anruf-Historien einsehen.

Navigation

Die einfachster Art der Navigation auf beiden Systemen ist über das meistens vorinstallierte Google Maps. Notwendig ist jedoch eine Internet-Flatrate, da das Kartenmaterial heruntergeladen werden muss. Im Programm selbst muss man auf Richtungsansage mit Sprachausgabe verzichten; es bleibt bei der optischen Darstellungen.

Wer etwas mehr will kommt um eine spezielle Navigations-Software nicht herum. Im Grunde gibt es hier auch ein recht breites Spektrum an Möglichkeiten, jedoch muss man aufpassen, denn nicht jeder Anbieter stellt auch eine Anwendung für iPhone oder Symbian zur Verfügung.

Auf dem iPhone-Markt haben sich nach der Vorstellung des iPhone 3GS nun Navigon und TomTom im AppStore etabliert. Beide liefern zwar recht ordentliche Kartennavigation, jedoch beklagen sich die Nutzer derzeit noch über Mängel in der Software. Angesprochen werden u.a. Fehler in der Anzeige während der Navigation, als auch Probleme mit der Empfangsstärke des GPS-Signals im Auto. Wobei der letzte Punkt wohl auch sehr stark abhängig ist, von der Beschaffenheit der Frontscheibe des Autos.

Wie es aussieht schauen sich die Hersteller aber die Probleme an und versuchen Lösungen zu finden und diese über Software-Updates zu bereinigen. Für einen ersten Start auf dem neuen Gerät also nicht schlecht.

Zum Thema Navigation unter Symbian werde ich demnächst noch einen eigenständigen Artikel verfassen.

Eins vorneweg: Es gibt auch Lösungen von weniger bekannten Herstellern, die durchaus zu gebrauchen sind.

To be continued…

Aug 12

Mittwoch

Apache redirect auf externe URL

geschrieben von Lenny um 11:37 Uhr.

Aus gegebenem Anlass gibt es heute mal etwas technisches.

Ich hatte vor mir eine neue Domain zu registrieren und diese dann auf eine externe URL weiterleiten zu lassen.

Nachdem ich die Domain registriert hatte, habe ich mir überlegt, wie ich das am geschicktesten bewerkstelligen könnte. Dabei sind mir zwei recht einfache Wege eingefallen, die ich im Verlauf kurz erläutern möchte.

Zuerst noch ein Tipp zur Registrierung der Domain:

Viele Domain-Robots erlauben eine Registrierung von neuen Domains erst, wenn auf dem Namensserver (NS) bereits eine entsprechende Zone für die Domain angelegt wurde. Wichtig ist hierbei z.B. ein valider SOA-Eintrag (Start of Authority).

Nach dem Einrichten der Zone und Freischaltung der Domain durch die DENIC, sind mir also zwei Möglichkeiten eingefallen eine Weiterleitung einzurichten.

1. “Weiterleitung” über CNAME-Eintrag

Bei dieser Variante erfolgt ein einfacher Eintrag im Nameserver.

Mit Hilfe von CNAME-Einträgen, kann man Aliase für bestehende Domain-Namen anlegen.

Bsp.: neue-domain.net zeigt auf subdomain.example.org

Es gibt jedoch auch eine Einschränkung dieser Möglichkeit, denn es lässt sich nicht auf Unterordner weiterleiten.

subdomain.example.org/folder

wäre also nicht möglich als Weiterleitung.

Daher habe ich mich für die zweite Variante entschieden.

Die Lösung ist auch nicht ganz einwandfrei, da manche Domain-Besitzer es nicht gerne sehen, wenn man ohne Nachfrage einen Alias auf deren Domain anlegt. Zumindest sollte man also im Vorfeld abklären, ob diese Vorgehensweise mit dem Inhaber der Fremddomain, klar geht.

2. Weiterleitung über Apache redirect

Für diese Option muss im Nameserver zuerst ein A-Record existieren, der auf die IP-Adresse des Webservers zeigt.

neue-domain.net zeigt auf 127.0.0.1

Natürlich muss die valide externe IP-Adresse des Webservers verwendet werden.

Da ich für meinen Webserver nur eine IP-Adresse habe, aber trotzdem mehrere Domains schalten möchte, muss ich dafür vhost-Einträge im Apache verwenden.

Dieser Eintrag muss in /etc/apache2/ erfolgen, dort gibt es in neueren Linux-Derivaten zwei Ordner “sites-available” und “sites-enabled”.

Zur besseren Übersicht erstellt man am besten für jede Domain eine eigene Datei in “sites-available” und macht diese über einen Symlink in “sites-enabled” verfügbar.

Diese Datei könnte für einen Redirekt wie folgt aussehen:

<VirtualHost *:80>
ServerName neue-domain.net
ServerAlias neue-domain.net *.neue-domain.net
Redirect / http://subdomain.example.org/folder
</VirtualHost>

Alle Anfragen, die auf Port 80 mit der Domain neue-domain.net oder deren Subdomains ankommen werden entsprechend weitergeleitet.

Alternativ kann man auch die Direktive “RedirectMatch” verwenden.

RedirectMatch (.*) http://subdomain.example.org$1

Zur Nutzung der Redirects unter Apache2 muss mod_alias aktiviert sein.

Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen mit dieser kurzen Anleitung etwas Hilfestellung geben. Für Fragen oder Ergänzungen steht wie immer die Kommentarfunktion zur Verfügung ;-)