Jan 21

Freitag

Ich habe ja neulich noch gepostet, dass ich mich etwas über eine Servicekraft eines Lokals geärgert habe.

Am Schluss dachte ich mir dann, nach dem Motto “Kein Applaus für Scheiße” (welches ich übrigens von @kaOz ausgeliehen habe ;), dass ein Trinkgeld für solch eine Serviceleistung unangebracht wäre. Man will ja nicht noch belohnen.

Also habe ich kurzerhand passend bezahlt und dabei zwei 20-Cent-Stücker hergegeben, die ich sonst so gerne bei mir behalte, weil die als einzige von unserem Kaffeeautomaten auf der Arbeit gefressen werden.

Da wollte ich also endlich mal garstig sein und es hat mich heute Morgen fast den Kaffee gekostet.

Was wir daraus lernen, sollte klar sein, also seid lieb zueinander!

PS.: “garstig” ist eigentlich ein tolles Wort, ihr solltet es Alle öfter benutzen! :-P

Jul 26

Montag

Ich schaue ja schon immer gerne Filme, die einen kleinen oder gerne auch einen größeren “Twist” mit sich bringen. Unter einem Twist verstehe ich eine plötzliche Wendung, die einen Zuschauer in Erstaunen versetzt.

Leider war  das beim neuen Christopher Nolan Streifen nicht der Fall. Außer ein paar Spezialeffekten brachte der Film wenig Neues. Der Spannungsbogen wurde nur sehr zäh gespannt und verläuft auch gegen Ende des Films immernoch sehr flach. Im Grunde konnte es einem als Zuschauer egal sein, was als nächstes passiert, da man genau wusste, dass der Plan im Endeffekt aufgehen würde. Ein paar mehr Rückschläge hätten den Protagonisten sicherlich gut getan, vielleicht wären dann auch ihre darstellerischen Fähigkeiten mehr gefordert worden. Stattdessen wurden Probleme in einer plumpen Schießerei gelöst, um mit dem nächsten Teil des Plan fortzuführen.

Insgesamt hat mich der so hoch “gehypte” Film gar nicht angesprochen. Lieber hätte Herr Nolan einen Nachfolger zum “Dark Knight” drehen sollen. Dem Cast zu urteilen, war er ja nicht mehr weit davon weg; es fehlte eigentlich nur Christian Bale.

Es gibt in meinen Augen einige Filme, die das Thema “virtuelle Realität” besser verarbeiten:

  • 13th Floor
  • eXistenZ
  • Dark City
  • Matrix
  • Strange Days
  • World on Wire (Welt am Draht)

Falls jemand noch Ergänzungsvorschläge zur Liste hat, so können diese gerne noch an mich gerichtet werden.

Jul 14

Mittwoch

“Finde Freunde, Kollegen und Mitschüler!”, so lautet eines der Features auf der Startseite der Wer-kennt-wen-Community (kurz “wkw”). Eigentlich müsste man aber eine Fußnote anführen mit dem Zusatz: “…aber nicht ohne Umwege”.

Wer mir bei Twitter folgt, könnte wissen, dass ich von diesem Web-1.0-Portal nicht allzuviel halte. Allerdings wollte ich es am Wochenende tatsächlich mal wissen…

Ausgehend von einer Standardsituation “Was macht der/die [Name],[Vorname] aus [Stadt] jetzt eigentlich so?”, machte ich mich in wkw auf die Suche.

Schnell stellte sich heraus, dass die Kombination aus [Name],[Vorname] unter den registrierten Nutzer sehr häufig vorkam. Für [Name],[Vorname] und [Stadt] blieben die Resultate gänzlich aus.

Wenn man ein bisschen die Medien verfolgt hat, weiß man, dass die Portale StudiVZ, wkw & Co. oft in die Kritik geraten sind, wegen Sicherheitslücken und Datenschutz-Problemen. Das hat im Endeffekt viele User dazu bewegt ihre persönlichen Daten dermaßen zu reduzieren, dass die Plattform an sich kaum mehr einen Sinn macht.

Ich kann einen Max Mustermann über die Suche nicht mehr finden, weil er nun Xam Beispielmann als (für ihn logisches?) Synonym verwendet und nicht mehr seinen richtigen Namen. Die Stadt in der er wohnt hat er garnicht erst angegeben, aber ich kann vielleicht noch herauslesen, dass er den Film Titanic zum brechen fand, wie millionen anderer Männer auch. Im Übrigen ist “eigentlich Alles” kein Musikgeschmack!

Da wir auf der selben Schule waren habe ich beschlossen, mich an der Gruppensuche zu versuchen. Leider musste ich auch hier feststellen, dass ca. zehn unterschiedliche Gruppen aufgelistet wurden, die allesamt ähnliche Namen hatten. Wenn man sich die Mitglieder der Gruppen so ansah, merkte man jedoch schnell, dass sich die Gruppen garnicht so sehr unterscheideten: Viele Gesichter fand man in einer anderen Gruppe wieder. Vermutlich hatten diese das selbe Problem wie ich, sie waren sich nicht sicher, welche Gruppe die richtige ist und sind kurzerhand in allen beigetreten.

Um den Kreis der in Frage kommenden Gruppen weiter einzuschränken, kann man sich etwas an der Karte orientieren. Hier werden die Mitglieder aus Punkt dargstellt. Man kann also Ballungsräume erkennen und somit manche von vornherein ausschließen.

Im Endeffekt blieben mir noch etwa drei Gruppen zum Durchstöbern. Jetzt ist die Schulzeit natürlich auch schon ein Weilchen her und man versucht sich vorzustellen, wie der-/diejenige heute wohl aussehen würde. Diese Vorstellung vergleicht man dann mit den Bildern am Schirm. Insgesamt ein sehr aufwändiger Prozess, der nicht immer zum Erfolg führt. Ich hatte aber Glück und habe meine Zielperson tatsächlich ausfindig machen können!

Das ist eigentlich auch der Grund, wieso wkw für mich noch “Web 1.0″ ist. Die Daten sind zwar gewissermaßen erfasst worden, aber sie haben keine Struktur. Die Gruppen-Funktion unterliegt der Willkür. Es sollte eigentlich möglich sein alle Absolventen der Schule XY aus dem Jahrgang 1999 herauszufiltern, geht aber nicht, weil es die Datenstruktur nicht hergibt.

Die Community bleibt also für mich bis auf Weiteres in ihrer Funktion als “Freunde-Such-Maschine” unbenutzbar.

Jul 12

Montag

bimo. -bimo? -BIMO!

geschrieben von Lenny um 14:19 Uhr.

Neulich war ich Zeuge, wie eine Bäckereifachverkäuferin ihre wohl unwissenden Kolleginnen darüber aufgeklärte, dass der Abschiedsgruß “bimo” so viel bedeutet wie “bis morgen”.

Darüber hinaus gab sie mit klugscheißericher Betonung preis, dass es sich dabei um ein “Internet-Kürzel” handelte.

Ich verbringe ja wirklich viel Zeit im Internet, aber derart dämliche Wortverstümmelungen sind auch mir noch nicht unter gekommen.

Meiner Meinung nach sollte man solchen Nutzern die Breitband-Verbindung wieder auf 56K drosseln, damit sie wieder mehr Zeit haben, darüber nachzudenken, was sie schreiben und vielleicht auch noch, wie man es denn richtig schreibt.

Vermutlich wird es demnächst zu diesem Begriff auch noch die passende WKW-Gruppe geben: “Ich sag’ bimo und keiner versteht mich…”

Mrz 09

Dienstag

Alt, aber gut!

geschrieben von Lenny um 17:01 Uhr.

Jetzt, da das Wetter etwas sonniger wird, habe ich mich mal aufgerafft und meine DSLR sammt Zubehör ausgemottet.

Bei der Kamera handelt es sich um eine Sony Alpha 350. Diese hat bekannterweise einen A-Bajonett-Anschluss, an den auch alte Objektive von Minolta passen. Solche alten Gläser kann man vergleichsweise günstig via Ebay ergattern. Wenn man sich dabei an mehr oder weniger ambitionierte Hobbyfotografen wendet, kann man recht sicher sein, dass man je nach Alter ein Objektiv bekommt, dass mäßige äußere gebrauchsspuren hat und keine Kratzer auf den Linsen aufweisen, die die Qualität der Fotos beinträchtigen könnte. Beachten sollte man nach Möglichkeit natürlich auch, dass sich kein Staub im inneren des Gehäuses befindet.

Im Vorfeld sollte man sich ggf. erkundigen, ob das Objektiv überhaupt kompatibel mit einer digitalen Kamera ist. Das Problem besteht darin, dass die Objektive für Kleinbild-Diafilme als Medium ausgelegt sind. Der lichtempfindliche Chip einer DSLR ist in der Regel kleiner. Der Größenunterschied vom digitalen Chip zum KB-Format wird meist als sogenannter “Crop-Faktor” bei der Kamera angegeben. Das gilt natürlich nicht für “Vollformat”-Kameras, wie beispielsweise die Sony A900.

Dieser Faktor beeinträchtigt auch die Brennweite: 50mm im KB-Format würden bei einer digitalen Kamera mit crop-Faktor 2 dann 100mm ergeben. Kritisch äußert sich das vorallem in kürzeren Brennweiten, wenn man denkt man hat ein gutes Weitwinkelobjektiv (f<50mm), welches dann aber aufgrund der Verdopplung der Brennweite, nur noch zum Normal- oder Teleobjektiv taugt.

Wenn ein Objektiv nicht “kompatibel” ist, kann das verschiedene Auswirkungen auf die Bilder haben: Verstärkte Vignettierung, Front- und Backfokus, Autofokus (AF) stellt nicht scharf, usw.

Entsprechende Erfahrungsberichte kann man im voraus aber über Foren und Webseiten beziehen. inEine sehr nützliche Webseite über Sony-/Minolta-Objektiv  habe ich in diesem Zusammenhang auf Dyxum gefunden. Die User-Bewertungen geben viel Aufschluss darüber, ob ein Objektiv für einen gewissen Zweck brauchbar ist, oder nicht.
Man muss allerdings bedenken, dass es früher nicht nur “Perlen” gab. Auch früher wurde schon versucht möglichst billig zu produzieren. Bei diesen Objektiven macht heutzutage leider oftmals das Material bzw. die Mechanik schlapp, oder sie weisen generell schlechte Werte, z.B. keine vernüftige Lichtstärke, auf. Bevor man sich ein solches gebraucht zulegt, sollte man lieber zu einem günstigen Kit-Objektiv aus der Neuzeit greifen.

Ein guter Anhaltspunkt ist, wie bei jeder Gebrauchtware, der damalige Neupreis. Dabei entspricht der Preis in DM (Deutsche Mark) grob dem heutigen Preis in Euro und man sollte annähernd die gleiche Qualität erwarten können, was die Verarbeitung betrifft.

Einige Hinweise zum Thema Front- und Backfokus findet man zum Beispiel im PDF-Dokument auf focustestchart.com. In diesem wird ausführlich erklärt, wie der Autofokus einer Kamera funktioniert und, wie man durch einige Tests Probleme mit dem Objektiv ausfindig machen kann. Viele der Fehlfunktionen lassen sich unter Umständen durch eine Rekalibrierung der Linsen durch den Kundendienst beheben. Bei teureren Objektiven, die nicht mehr vom Kundendienst betreut werden, lohnt sich evtl. noch ein Besuch in einer unabhängigen Fachwerkstatt.

Eine kurze Review zu meinem neuen Gebrauchten werde ich in kürze noch verfassen.