Jun 16

Mittwoch

Sie: “Ich brauche unbedingt dieses Regal von Ikea!”

- Er: “Ich weiß, woher das kommt: Du hattest als Kind zu wenig Reibungspunkte.”

Jun 05

Freitag

Immer wieder kommt es im Alltag zu Situationen, die noch so “klein” sein können und es dennoch schaffen uns direkt zur Weißglut zu treiben.

Anbei möchte ich zehn Beispiele solcher “Auslöser”, denen ich schon öfter begegnet bin, vorstellen.

(Die Liste hat keine spezielle Rangordnung)

  1. Leute, die kreuz und quer, planlos und vorallem gegen die übliche Fahrtrichtung, auf Parkplätzen umherfahren
  2. Wenn mittags noch der Dunst, vom Duschen morgens, im Badezimmer steht
  3. Wenn ich laut Musik höre, möchte ich kein Gespräch dabei führen, sondern einfach nur Musik hören. Sowohl im Auto, als auch zu Hause.
  4. Oft bestellen mich Leute zu sich, damit ich mir ihre PC-Probleme anschaue. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass ich ein negatives Statement abgebe. Beispielsweise, dass derjenige vielleicht etwas Geld in Lizenzgebühren oder der Gleichen, investieren sollte. Dann wird in letzter Konsequenz doch nochmal ein “guter Bekannter”, der auch Ahnung von Computer hat, befragt. Eine Woche später darf ich dann wieder kommen und die Trümmer beseitigen. Vielen Dank auch!
  5. Leute, die den Wassertank an einer Kaffeemaschine nicht wieder auffüllen, so dass man Angst haben muss, dass es nicht mal mehr für eine einzige Tasse reicht.
  6. Leute, die ihre politische Meinung kund tun, wenn gerade ein Thema besprochen wird, das absolut nichts mit Politik zu tun hat
  7. Leute, die Verkäufer o. Service-Kräfte anpöbeln, die nachweislich nicht die Urheber des Problems sind
  8. Wenn die Sonne in mein Büro scheint und die Maus dadurch warm wird. Brrrr. Bääääh.
  9. Der Geräuschpegel von Kaffeeschlürfern und -Pustern!
  10. Last, but not least: Leute, die irgendeine Art von Software-Piraterie betreiben oder unterstützen, ohne sich über Konsequenzen Gedanken gemacht zu haben oder sich dann beispielsweise auch noch beschweren, dass PC- und Konsolenspiele immer schlechter werden.

to be continued… ;)

Wer diesen Artikel als “Stöckchen” auffangen möchte, kann gerne einen Trackback hierher setzen oder einfach einen Kommentar verfassen ;-)

Apr 29

Dienstag

Heute war es mal wieder so weit; es war eine Mischung aus
“Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen man lieber im Bett bleibt” und
“Wieso immer ich?”.

Die Vorgeschichte ist recht kurz, denn ich war auf einem zwei-wöchigen Seminar für Zivildienstleistende in Neustadt. Viele der Teilnehmer und Dozenten waren erkältet und die Viren haben den knappen Raum, der zur Verfügung stand genutzt, um möglichst viele anzustecken.
Mir ging es bis zum Sonntag noch einigermaßen gut, danach hat es mich aber dann voll erwischt mit dem üblichen Programm: Halsweh, Schnupfen, Gliederschmerzen, Kopfweh etc.

Heute morgen war dann so ziemlich der Höhepunkt der Erkältung erreicht und dementsprechend gut gelaunt, bin ich dann heute morgen zur Arbeit. Bis zur Mittagspause konnte ich mich noch einigermaßen über Wasser halten, bis ich kurz darauf dann einen richtig dicken Kopf hatte und man schon gerne mit dem Gedanken spielt vielleicht doch nach Hause zu gehen. Aber man will nicht gleich am zweiten Tag nach dem Seminar schon wieder auf der Dienststelle fehlen.

Um 13.30 war es dann soweit, eine lange Liste mit Dingen, die es zu erledigen gilt und ein(e) Mitfahrer/in, kündigen den Fahrdienst an.
Punkt halb zwei fahre ich also los; Kaiserslautern Richtung Hauptpost/Bahnhof. Fahre ich durch die Bahnunterführung, aus der Kurve, will schalten, da knackst es kurz am Kupplungspedal und selbiges verweigert darauf seinen dienst und bleibt erstmal am Boden.
Jetzt nicht gleich die Nerven verlieren; Warnblinker an, rechts ran fahren, dort wo die Straße am breitesten ist. Zuerst habe ich dann voller Hoffnung geschaut, ob das Pedal nur hängt, weil es durch die Fußmatte verklemmt war; Fehlanzeige, leider…
Als nächstes habe ich mich dann gewundert, wieso mein Fahrgast noch nicht in Panik ausbricht oder der Gleichen. Schaue nach hinten und sehe selbigen, schlafend, was mir noch etwas Zeit verschaffte, mir einen kleinen Überblick über die Situation zu geben.
Ich entschloss mich dann meinen Chef anzurufen, der mich dann etwa zehn Minuten später zurückrief, um mir weitere Instruktionen zu übermitteln.

Es klang etwa wie “Die in der Werkstatt, sind sich noch nicht ganz einig, ob sie einen Wagen haben, der in der Lage ist, den Bus abzuschleppen. Ich rufe nochmal an.”
Meinen Fahrgast habe ich dann schließlich einem Taxifahrer überlassen, der später auch für dessen Heimfahrt sorgen sollte.

Insgesamt habe ich etwas über eine Stunde an dieser viel befahrenen Straße gestanden und gewartet. Verwundert war ich sehr über die anderen Verkehrsteilnehmer, da kein einziger gehupt oder anderweitig gepöbelt hat.
Als dann endlich der Abschleppdienst anrückte, wurde mir sogar von einem der beiden Fahrer angeboten, mich wieder nach Hause zu fahren, was mich noch mehr wunderte.

Angesichts der Situation war ich schon etwas erstaunt über die Nettigkeit der Menschen, so hätte ich das eigentlich nicht erwartet. Vielen Dank!

Etwa gegen vier Uhr war ich dann wieder im Hauptquartiert der Dienststelle und machte mich nach kurzer Rücksprache mit dem Chef wieder auf den Heimweg…zu Fuß ;-)