Apr 08

Mittwoch

Ich habe heute mal wieder über meine Passwörter nachgedacht.

Gerade bei so vielen Social-Networking-Diensten, wie ich sie nutze, hat man eine Unmenge an Kennwörtern. Da openID ja leider noch nicht so weit verbreitet ist, lässt sich das bis auf Weiteres auch noch nicht umgehen. Daher sollte man, um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewähren, möglichst darauf achten, dass die verwendeten Passwörter keine Ähnlichkeiten aufweisen. Denn aus diesen Similaritäten lassen sich sehr leicht Algorithmen erstellen, um Passworte recht treffsicher zu “erraten” (siehe BruteForce-Angriff).

Das verwenden von Passwortlängen, die einem jedesmal Schweiß auf die Stirn treiben beim Eintippen, weil man es schon zweimal falsch hatte und man genau weiß, dass beim dritten Fehlversuch der Account gesperrt wird, ist natürlich obligatorisch! Ebenso das Verwenden von Sonderzeichen.  An dieser Stelle noch die Anmerkung für Neueinsteiger der Materie: Die Taste “Shift” alleine ist noch kein Sonderzeichen ;-)

Auf jeden Fall war ich genervt, dass ich mir so viele Passworte, die keinen Zusammenhang aufweisen, dann auch noch merken muss. Sicherlich gibt es da schon verschiedene Lösungen, aber ich wollte gerne mal einen anderen Lösungsansatz ansprechen.

“Security by Obscruity” dürfte einigen sicherlich schon ein Begriff sein. Es bedeutet im Grunde, dass ein Angreifer keinen Schimmer hat, wie ein System genau aufgebaut ist. Dadurch wird es ihm erschwert genau dort anzusetzen, wo sich vielleicht schon Schwachstellen befinden.

“Security by Obscenity” ist nun ein neuer Ansatz, bei dem versucht wird die Passworte möglichst so “schmutzig” zu wählen, dass der Angreifee nicht ein Mal im Traum daran denken würde, ein solches Wort in einer Kennwort-Maske einzutragen. Das setzt natrürlich voraus, dass der Betreffende eine gewisse Hemmschwelle hat.
Um eine noch übertriebenere Möglichkeit darzustellen, könnte man auch dafür sorgen, dass sogar der MD5-Hash des Passwortes noch so schmutzig ist, dass der Angreifer sich diversen Angriffsversuchen erst mal die Hände waschen muss.
Ein weiteres Plus der Methode ist, dass man peinlichst genau darauf achtet, dass einem Niemand während der Passwort-Eingabe über die Schulter schaut.

Leider fällt es mir an dieser Stelle schwer ein passendes Beispiel zu erörtern, da davon auszugehen ist, dass dieser Beitrag auch von Minderjährigen gelesen wird.

Ich hoffe allen Lesern ist klar, was an diesem Beitrag Fakt und was Fiktion ist. Der Autor wollte lediglich dazu anregen, mal wieder über die eigenen Passworte nachzudenken. Für die verwendeten und nicht erläuterten technischen Begriffe möchte er sich noch entschuldigen.

In diesem Sinne wünsche ich Allen noch viel Spaß beim Austüfteln von neuen, noch sichereren, Passworten.

Sep 29

Montag

In einem Forum zur xbox360 kamen die Teilnehmer mal wieder auf das Thema “Killerspiele” und ich kam nicht drumherum auch mal was aus meiner Sicht dazu beizutragen. Ich habe den Auszug direkt übernommen, daher kann es vorkommen, dass nicht jeder Satz auf Anhieb einen Sinn ergibt für Außenstehende.

[...]

Das ist natürlich ein Thema, was sich super verallgemeinern lässt. Genau das machen auch die Politiker mit “Killerspielen”.

@<Teilnehmer> muss ich teilweise Recht geben, denn was man dem Kind “zutraut” zu spielen liegt im Ermessen der Eltern und nicht irgendeiner Altersvorgabe, die der Staat für angemessen hält.

Es gibt viel mehr Jugendliche, die durch solche Spiele beeinflussen lassen als Kinder. Denn Kindern fehlt zum Einen oftmals der Bezug des Spiels zur Realität und zum Anderen sind sie nicht dem gesellschaftlichen Druck eines beispielsweisen Pubertierenden ausgesetzt.

Das ein Erwachsener vor dem Spiel sitzt ändert übrigens nicht am Spiel selbst, denn es bleibt ein Spiel bei dem die Tötung von Menschen möglichst realitätsnah umgesetzt werden soll. Von der Verharmlosung solcher Debatten sollte man also absehen.

Falsch ist auch die Schuld immer auf die Politiker zu schieben. Viele Ereignisse in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Eltern sich nicht genügend mit Materie der Spiele befassen. Das hängt auch damit zusammen, das in vielen Familien beide Elternteile berufstätig sind und sie sich somit auch weniger mit ihrem Kind beschäftigen als das früher etwa der Fall war. Das ist genau so wie die steigende Gewaltbereitschaft der Jugendlichen ein Problem unserer heutigen Gesellschaft.

Ich für meinen Teil denke, dass die strengere Kontrolle von Altersvorgaben sehr wohl von Nöten sind. Manchmal frage ich mich allerdings, ob die Kriterien, nach denen Altersabstufungen gesetzt werden realistisch und angemessen sind. Was einen zu der Frage bringen mag, wer solche Bewertungen eigentlich durchführt? Sind es tatsächlich auch Leute, die Ahnung haben von den jeweiligen Spielen.

Auf der anderen Seite, sollten sich Eltern viel mehr um die Interessen und Gedanken ihrer Kinder kümmern und sich auch mit ihren Problemen auseinander setzen. Denn nur auf diese Art und Weise kann man als Eltern gewährleisten, dass man nicht den Draht zu ihnen verliert und sie in “andere Welten” abtauchen und sie so versuchen ihren Frust abzubauen.

Um nochmal zum eigentlichen Topic zurück zu kommen:

Phillips Eltern haben sich wohl schon gewisse Sorgen um die Thematik gemacht, ansonsten würden sie sicherlich nicht die Funktion des “Familientimers” einsetzen und es wäre ihnen schlichtweg egal, wie lange ihr Sohn spielt. Aber wie ich vermute, haben sie es nicht bis zur letzten Konsequenz durchdacht. Denn ich wage es zu bezweifeln, dass ein 12-Jähriger in der Lage ist die Thematik der genannten Spiele zu erfassen und die Grenze zwischen “Gut” und “Böse” zu ziehen.

Gerade junge Eltern sind oft nicht in der Lage solche Situationen richtig einzuschätzen. Vor ein paar Wochen war ich in einem Spieleladen und habe gehört, wie ein junger Vater und seine Freundin den Verkäufer gefragt haben, ab wann denn ein Kind den Nintendo DS bekommen kann. Dabei stellte sich heraus, dass der Sohn erst vier Jahre alt war. ich gehe davon aus, dass der Vater selbst einen DS wollte und einen Vorwand gesucht hat ;-)

Der Verkäufer war aber genau, wie ich der Meinung, dass es noch etwas zu früh sei. Man muss sich nur mal überlegen, was für das Kind in diesem Alter wichtig ist: Lesen, Schreiben, Rechnen, Kommunikation und Spiel mit Gleichaltrigen usw. Das wären alles Schritte, die der Junge evtl. verpasst, weil ihn seine Eltern an den DS geklemmt haben. Man muss sich überlegen, ob man seinem Kind damit wirklich einen Gefallen tut. Dafür muss man die Konsequenzen einer Materie, wie den “Videospielen” kennen, denn dazu sind vorallem Kinder, aber auch Jugendliche noch nicht in der Lage. Der Satz “aus Fehlern lernt man” greift hier leider nicht, da die Unterscheidung zwischen “Richtig” und “Falsch” noch garnicht getroffen werden kann. Diese Tatsache ist keine Frage des Alters, sondern des Verstehens und Begreifens und im Endeffekt der Erziehung.

So jetzt haben auch die Eltern mal wieder ihr Fett weg. Man sollte aber nicht vergessen, dass dies sehr schlecht verallgemeinert werden kann, da es gerade bei der Erziehung sehr große Unterschiede gibt. Es kommt eben auf den Stamm an, von dem der Apfel fällt.

Ich habe meine erste Spielekonsole (die xbo360) erst mit 21 Jahren bekommen und musst sie mir selbst kaufen.

Meine Eltern haben mich damals mit einem PC bestückt und das hat nun einen Informatiker aus mir gemacht ;-)

Sep 25

Donnerstag

Ich drücke mich vorm Lernen…
Nachdem mein Alltag seit Anfang Juli durchgängig mit solch Herrlichkeiten wie Klausuren (7), mündlichen Prüfungen (2) und zwei Hausarbeiten gespickt ist, warte ich ebenso lange darauf, dass meine Motivation nachlässt…Erstaunlicherweise war bisher alles halbwegs interessant…Klingt komisch, ist aber so!
Dementsprechend erfolgreich verlief das Ganze bisher auch…

Allerdings bin ich jetzt an einem Punkt angelagt, an dem ich langsam die Lust verliere…
Nach ca. 20 min gibt es folgende Alternativen:
Entweder kreisen die Gedanken um aufregende Dinge, die dringend erledigt werden müssten (Fenster putzen, abstauben, staubsaugen, Küchenschränke umräumen, mal wieder was bloggen), oder man verwendet alle verbleibende Energie darauf, die Augen offen zu halten und sich nicht die Nase am Tisch aufzuschlagen. Beide Alternativen sind, was das Weiterkommen im Stoff angeht, nicht gerade das, was man effektiv nennen würde…
Wie dem auch sei: Alle Prokrastination ist zwecklos…
Eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss! -In diesem Fall wäre das wohl lernen *seufz*

Frei nach Ramstein:
Ich hab keine Lust, sagt die Kathrin