Aug 13

Donnerstag

Anbei möchte ich kurz die beiden OS in verschiedenen Funktionen vergleichen, um zu zeigen, warum ich auf Symbian umgestiegen bin und welche Unterschiede mir dabei im Nachhinei besonders aufgefallen sind.

Erfahrungswerte mit iPhone OS beziehen sich auf das original iPhone (1ste Generation), wobei das OS 3.0 natürlich, bis auf wenige Features (GPS, MMS, etc.) identisch ist.

Symbian nutze ich auf dem Samsung i8510 Innov8 (ohne Touchscreen) mit der Firmware i8510XXHHa.

Menüführung

Hier erlaubt das iPhone OS lediglich eine flache Struktur ohne Verschachtelung durch Ordner, was zum einen eine sehr simple Übersicht gewährt. Aber man hat dadurch auch Objekte ständig sichtbar, die man nur selten bis garnicht braucht.

Anordnen und Gruppieren lassen die Icons sich einzeln nur sehr mühsam durch verschieben über den Screen. Dabei passen 4×4 Objekte auf den Bildschirm.

Die Standard-Struktur des Symbian ist gelinde ausgedrückt schlichtweg ein Horror! Objekte sind immer in dem Ordner, wo man sie am wenigsten vermutet. Dafür lassen sich diese auch besser anpassen, indem man auch wie beim iPhone jedes Objekt einzeln in einen Ordner verschiebt.

Über den Datei-Manager kann man auch mehrere Objekte markieren, jedoch auch nur sehr mühsam.

In diesem Punkt geben sich die beiden Systeme also nichts, d.h. man muss sich einfach entscheiden, ob man eine flache Struktur, oder eine mit Ordnern bevorzugt.
Beschaffung von Software

Bei Apple funktioniert das eigentlich ganz einfach über den AppStore. Durch das reichhaltige Angebot findet man eigentlich immer das was man sucht. Leider ist auch viel unbrauchbares dabei und man muss sich ziemlich durchwühlen. Es gibt bisher keine Test-Versionen der Anwendungen und Spiele, das heißt man muss erstmal dafür zahlen. Eine Art Geld-zurück-Garantie und die Möglichkeit Refunding sind jedoch in Planung.

Die größten Nachteile des Stores egeben sich bisweilen eigentlich eher für die Entwickler. Die Auflagen sind sehr streng, der Aufwand sehr hoch und anderen Berichten zufolge, herrscht oft die Willkür bei den “Approval-Tests”, die jede Anwendung bestehen muss, um endlich im Store aufgenommen zu werden.
Es werden beispielsweise keine Apps geduldet, die Funktionen der hauseigenen Firmware nur kopieren oder in Teilen ergänzen.

Problematisch ist dieser Sachverhalt auch, wenn es um schnelle Updates der Anwendung geht. Bis zur Übernahme einer neuen Version, vergehen oftmals Tage oder gar Wochen, wobei es sich prinzipiell um exakt die gleiche App dreht, die erneut genehmigt werden muss. Das ausliefern von Bugfixes gestaltet sich also sehr schwer für den Publisher.

Viele Nutzer könnten dann zu Konkurrenz-Produkten überlaufen, die etwaige Fehler nicht in ihrer Anwendung haben, nur weil die Approval durch Apple zu lange gedauert hat. Gut natürlich auch für Apple, je öfter ein Nutzer die Anwendung wechselt, desto mehr Geld lässt er im Store zurück.

Die Kosten der meistens Apps sind eher moderat, d.h. sie schwanken von 0,99€ bis etwa 10€. Neuere GPS-gestützte Navigations-Programme verlangen etwas mehr; 70€-100€ werden hier verlangt, jedoch liegt das eher am teuren Kartenmarterial, als an der Anwendung selbst.

Wie sieht es nun auf dem Symbian-Markt aus?

Es gibt, soweit ich das überblicken konnte, keinen hauseigenen Symbian-Shop, wenn man mal vom Ovi-Store absieht, den Nokia zur Verfügung stellt. Im Grunde kann also jeder selbst seine Anwendungen publizieren. Einschränkungen ergeben sich meist aus den recht unterschiedlichen Firmware-Version, die die Handy-Hersteller ausliefern.

Einige Hersteller wollen sichergehen, dass nur signierte Programme auf ihrem Gerät installiert werden. Es lässt sich also nicht zwangsweise jede Applikation nutzen auf dem Gerät. Viele erlauben immerhin selbstsignierte Anwendungen, gänzlich unsignierte lassen sich aber in der Regel nur auf gehackten Symbian-Versionen installieren.

Eine Anwendung für Symbian OS signieren zu lassen, soll aber vergleichweise einfach zu bewerkstelligen sein. D.h. Entwickler/Publisher kämpfen weniger mit Genehmigungen und können ihre Produkte leichter unter’s Volk bringen. Auf der anderen Seite hat der Anwender die Sicherheit einer “offiziell” signierten Anwendung, die er ruhigen Gewissens auf seinem Gerät installieren kann.

Leider ist die Programmierung von Anwendungen für Symbian OS unter den Entwicklern eher unpopulär und das obwohl eigentlich auch aktuelle Sprachen, wie beispielsweise Python, zur Verfügung stehen. Viele Entwickler sehen wohl keinen lukrativen Markt hinter Symbian OS und verzichten daher gänzlich darauf ihre Produkte für dieses System überhaupt anzubieten.

Die Preise der Anwendungen schanken sehr. Eine Standard-Anwendung, wie ein Twitter-Client oder etwa ein zusätzliches E-Mail-Programm kosten um die zehn Euro. Auf der anderen Seite, gibt es natürlich auch viele kostenlose Projekte, diese sind aber in den seltensten Fälle auch signiert und lassen sich somit unter Umständen nicht auf allen Symbian-Geräten installieren.

Bei kommerziell vertriebenen Produkten, gibt es üblicherweise eine Trial-Version zum Testen vorab. Diese sollte man meiner Meinung auf jeden Fall immer vorher testen, da es tatsächlich sein kann, dass eine Anwendung auf einem bestimmten Gerät garnicht lauffähig ist, oder es zu unerwarteten Nebeneffekten kommt.

Zur Ergänzung möchte ich noch kurz erwähnen, dass unter Symbian alle Anwendungen auch im Hintergrund laufen können. Auf diese Weise lassen sich auch Hintergrundprozesse (z.B. Daemons) gestalten, die trotzdessen noch aktive Verbindungen (GSM, GPS, Bluetooth, WLAN) aufrechterhalten können.
Unter iPhone ist diese Art von Prozess bisher nicht möglich, da Apple diese Funktionalitäten, über die Programmierschnittstellen, noch nicht zur Verfügung stellt.

Zusammenfassend würde ich behaupten, dass der Prozess des Software-Kaufs und der -Installation auf dem iPhone deutlich einfacher gestaltet und damit viel unkomplizierter ist. Auf Symbian dagegen gibt es viele “Frickler-Lösungen”, die zwar viel mehr Möglichkeiten bieten, jedoch sehr umständlich in der Handhabe sind und damit auch für den Otto-normal-Verbraucher eher ungeeignet. Wenn man nur auf signierte Anwendungen für Symbian zurückgreift, liegt man aber auch hier auf der sicheren Seite als Anwender. Das wäre in etwa vergleichbar mit einem Autohändler, wo man eben auch ein gewisses Maß an Seriösität voraussetzt.

Hardware

Wie jeder weiß ist iPhone OS, wie der Name schon sagt, grundsätzlich an das iPhone gebunden. Zwar verwendet auch der iPod Touch das selbe System und auch das angekündigte Touch-Tablet, das selbe OS. Jedoch kann man mit diesen Geräten nicht den vollen Umfang der Funktionen nutzen und auch nicht damit telefonieren.

Bei Symbian hingegen sieht das etwas anders aus. Auch wenn es hauptsächlich von Nokia mitgetragen wurden, kann man auf viele verschiedene Geräte und Hersteller zurückgereifen, die speziell auf die jeweilige Hardware angepasste Firmware mit Symbian nutzen.

Genauere Informationen zur Entstehung von Symbian Ltd. und zu den beteiligten Firmen, findet man auf der Wikipedia.

Messaging

Was mich zuvor am iPhone immerzu störte, war die miserable Texterkennung. Wenn man diese abstellt, hat man zwar eine Software-Tastatur, jedoch hinkt diese ziemlich hinterher beim schnellen Tippen.

Von daher bevorzuge ich die T9-gestützte Zifferntastatur meines Symbian-Handys. Aber es sind durchaus auch Symbian basierte Handys mit Touch-Screen verfügbar, für diejenigen, die lieber auf eine “echte” Tastatur verzichten wollen.

Was mir im Bereich Messaging noch aufgefallen ist, dass man Nachrichten (E-Mails, MMS, SMS) auch direkt an eine Gruppe senden kann. Man wählt einfach die passende Gruppe aus dem Adressbuch aus und die Adressen der Mitglieder werden automatisch übernommen. Für diese Gruppen man im übrigen auch eigene Kligeltöne zuweisen. So weiß man zum Beispiel direkt, wenn jemand von der Arbeit anruft ;-)

Synchronisation

Mit dem iPhone ist man derzeit zum großteil immernoch an iTunes geknüpft. Da es iTunes derzeit nur für Windows und Mac OS gibt, ist eine Synchronisation über einen Linux-Desktop zur Zeit nicht möglich. Einen Artikel hierzu findet man z.B. hier, wo sich jemand schonmal Gedanken darum gemacht hat, wie man das Problem ggf. umschiffen kann.

Dadurch, dass Symbian etwas “offener” im Umgang mit Protokollen ist, lässt sich auch eine Synchronisation mit Linux umsetzen. Wenn man etwas googlet, findet man beispielsweise Anleitungen, wie diese. Leider muss man auch hier einräumen, dass diese Lösung für normale Endanwender recht komplizert ist.

Für die Synchronisation mit dem Mac gibt es z.B. das Programm “The Missing Sync for Symbian” von mark/space. Zusammen mit einem kleinen Programm, das auf dem Handy installiert wird, kann man über die Desktop-Anwendung genau einstellen, was synchronisiert werden soll. Möglich sind einzelne Kontakte inkl. alle Nummern und Zusatzfelder, wie E-Mail-Adressen und auch die Kontaktbilder. Darüber hinaus werden im Adressbuch hinterlegte Gruppen überspielt und man kann Bilder, Musik und Videos übertragen.
Die Verbindung wird dabei über Bluetooth hergestellt. Mit einem kleinen Zusatzprogramm, das für den Desktop mitgeliefert wird, lassen sich auch SMS- und Anruf-Historien einsehen.

Navigation

Die einfachster Art der Navigation auf beiden Systemen ist über das meistens vorinstallierte Google Maps. Notwendig ist jedoch eine Internet-Flatrate, da das Kartenmaterial heruntergeladen werden muss. Im Programm selbst muss man auf Richtungsansage mit Sprachausgabe verzichten; es bleibt bei der optischen Darstellungen.

Wer etwas mehr will kommt um eine spezielle Navigations-Software nicht herum. Im Grunde gibt es hier auch ein recht breites Spektrum an Möglichkeiten, jedoch muss man aufpassen, denn nicht jeder Anbieter stellt auch eine Anwendung für iPhone oder Symbian zur Verfügung.

Auf dem iPhone-Markt haben sich nach der Vorstellung des iPhone 3GS nun Navigon und TomTom im AppStore etabliert. Beide liefern zwar recht ordentliche Kartennavigation, jedoch beklagen sich die Nutzer derzeit noch über Mängel in der Software. Angesprochen werden u.a. Fehler in der Anzeige während der Navigation, als auch Probleme mit der Empfangsstärke des GPS-Signals im Auto. Wobei der letzte Punkt wohl auch sehr stark abhängig ist, von der Beschaffenheit der Frontscheibe des Autos.

Wie es aussieht schauen sich die Hersteller aber die Probleme an und versuchen Lösungen zu finden und diese über Software-Updates zu bereinigen. Für einen ersten Start auf dem neuen Gerät also nicht schlecht.

Zum Thema Navigation unter Symbian werde ich demnächst noch einen eigenständigen Artikel verfassen.

Eins vorneweg: Es gibt auch Lösungen von weniger bekannten Herstellern, die durchaus zu gebrauchen sind.

To be continued…

Jul 07

Dienstag

Die Anfangs-Euphorie war sehr groß, doch nach nunmehr einem Jahr kann ich sagen, dass das iPhone für mich leider nicht alltagtauglich ist.

Auch jetzt mit iPhone OS 3.0 treten meiner Meinung nach immer noch die selben nervigen Fehler, bzw. Ungereimtheiten auf.

An dieser Stelle möchte ich noch ausdrücklich betonen, dass sich die Erfahrungswerte anhand des ersten iPhone’s (Apple Original iPhone) ergeben haben.

Beispiele, die mich am meisten stören:

Ich telefoniere sehr wenig, wenn dann werde ich meistens angerufen. Das Klingeln ist seitens t-mobile recht kurz eingestellt, d.h. es geht recht früh die Mailbox dran. Kann man umstellen lassen, ok. Aber wenn ich dann kurz vor knapp annehmen möchte und meinen Finger wohl in der Eile, nicht richtig über den “Slider” bewege, nimmt es den Anruf nicht an.

Die Leute, die bei mir anrufen scheinen das zu wissen und rufen meistens dann an, wenn ich im SuperMarkt noch an der Kasse stehe und dabei bin, meinen Geldbeutel wieder einzuräumen. Danke dafür! ;-P

Wie schon erwähnt, telefoniere ich nicht so oft, sondern tippe eher SMS. Die sogenannte “Worterkennung” ist m.E. ein Witz. In vielen Blogs und Foren wurde darum gebettelt, diese wieder abschalten zu können. Dann habe ich also ein Handy in der Hand, was mehrere hundert Euro kostet und nichtmal etwas T9-mäßiges bietet. Für mich völlig unverständlich, wie man so etwas dulden kann.
Auch muss man sagen, dass die virtuelle Tastatur etwas träge reagiert, im Vergleich zu einem normalen Tastenfeld mit ordentlichem Druckpunkt. Von daher würde ich zum Tippen wieder ein Tastenfeld bevorzugen.

Eine zwei-Megapixel-Kamera ohne Fotolicht. Eigentlich kein Kriterium für ein Handy, aber ich muss zugeben ich benutze sie sehr oft, von daher wollte ich es doch mit anführen. Selbst 50€-Handys von der Konkurrenz können das besser.

Die Akkulaufzeit von etwa einem Tag bei normaler Nutzung ist geradezu lächerlich. Bei “normaler Nutzung” meine ich: 1 Kurztelefonat, 3-4 SMS, kein WLAN, E-Mails abrufen, kurz mal was googlen.

Wenn ich dann zusätzlich noch ein paar Bilder für’s Social-Networking hochlade, kann ich damit rechnen, dass schon Abends, wenn ich mich aus dem Haus begeben will, der Akku schlapp macht.

Gerade am Wochenende, wo ich viel Unterwegs bin,  ist das sehr nervig. Wenn man sein iPhone-Ladekabel nicht dabei hat, ist man sowieso aufgeschmissen, da die meisten Hersteller dazu übergegangen sind normale MiniUSB-Kabel zu nutzen.

Warum warte ich nicht noch etwas und hole mir ein 3GS?

Da mittlerweile viele andere Provider auch echte Flatrates zu fairen Preisen anbieten, sehe ich keinen Grund, meinen Vertrag mit T-Mobile, der im April ausläuft, zu verlängern.

Die Videofunktion des 3GS wäre sicherlich Interessant, aber das kann jedes andere Handy auch. Dazu wurde die Kamera auf drei Megapixel angehoben, wo es doch schon 5-8MP Produkte bei der Konkurrenz gibt. Natürlich machen viele Megapixel noch kein gutes Bild aus. Tatsache ist aber, dass beispielsweise mein derzeitiger Favorit, das Samsung i8510, mit 8MP und LED-Fotolicht, einfach deutlich bessere Bilder macht.

Einigen Berichten zu Folge, wurde die Akkuleistung verbessert. Im Gegenzug jedoch, hat man auch die Prozessorleistung erhöht. Die daraus resultierende Akkuleistung kann also nicht “deutlich besser” sein, so wie ich es mir erhofft hatte. Ich hätte einfach gerne wieder ein Handy, das annähernd eine Woche lang hält oder zumindest mal ein langes Wochenende übersteht.

Mai 22

Donnerstag

Gestern Nacht hat es mich mal wieder voll erwischt. Kathrin und ich waren auf dem Weg zu mir nach Hause…

Etwa 200 Meter nachdem wir die Autobahnausfahrt genommen haben, meldet sich der Bordcomputer mit einem Warnhinweis in roter Schrift: “Reifendruck Überprüfen [...]“. Zuerst denkt man natürlich, der Computer habe einen Fehler, denn das Auto fuhr ja einwandfrei über die Autobahn, bestimmt handelt es sich dabei um einen technischen Fehler.

Da der Teufel ja oftmals im Detail steckt, habe ich mich aber dennoch entschlossen direkt anzuhalten und mal nach dem Rechten zu schauen. Es hat sich auch sofort eine Bushaltestelle zum Halten angeboten. Schon als ich den Blinker Richtung Haltebucht gesetzt hatte und das Fahrverhalten des Wagens immer schwammiger wurde, wurde mir dann doch klar, dass es sich in der Tat um einen platten Reifen handelte. Am hinteren rechten Reifen war kein Hauch Luft mehr zu erkennen.

Sogleich machte ich mich auf zum Kofferraum, um mir die Anleitung zum TIREFIX-Kit anzuschauen. Nun steht man also da Nachts um halb eins und schaut sich bei etwas halbherzigem Licht diese Anleitung, mit viel zu kleinen Abbildungen und kurzen Sätzen, an. Noch nicht ganz Herr meiner Lage machte ich mich daran das Gerät, bestehend aus einem 12V-Kompressor und einer Flasche “Tire-Repair-Flüssigkeit”, zusammen zu bauen.

Das Prinzip ist recht einfach, der Kompressor wird an den Zigarettenanzünder angeschlossen und gestartet. Verbunden mit der Flasche pumpt er nun die Abdichtflüssigkeit in den Reifen. Man soll die Pumpe etwa 5 Minuten laufen lassen, danach ist die Flüssigkeit schon komplett im Reifen. In der Beschreibung findet man leider keine genaue Erklärung, was zum Erstarren der Flüssigkeit führen soll. Hitze? Luftdruck? Wartezeit? – Man weiß es nicht genau.

Während das Gerät anfing den Reifen aufzupumpen, konnte ich derweil die Stelle ausmachen, aus der die Luft, gut hörbar, wieder austrat. Zum Glück handelte es sich nur um ein kleines Loch und ich schöpfte wieder etwas Hoffnung, die Nacht noch nach Hause zu kommen.

Nach dem ersten Versuch hatte ich laut Kompressor etwa 1,8-2 Bar erreicht, was laut Beschreibung ausreicht, um weiter zu fahren. Als ich nun versuchte den Schlauch des Kompressors vom Ventil des Reifen zu lösen, trat plötzlich wieder Luft aus dem Pannen-Loch. Meine Hoffnungen verschwanden wortlos.

Daraufhin habe ich dann nochmals den Motor gestartet, um etwas hin und her zu fahren, damit sich die Abdichtmasse etwas verteilen kann. Beim zweiten versuch den Reifen wieder mit dem Kompressor aufzupumpen ist aus dem Loch dann die dünnflüssige weiße Masse ausgetreten. Hilft also auf den ersten Blick nicht wirklich und ich wurde nur noch skeptischer, was die Wirkungsweise dieses Pannen-Sets betrifft.

Zum Schluss kam mir dann nochmals der Gedanke, den Reifen so zu drehen, dass das Loch genau unten zum Boden gerichtet ist und so noch einige Minuten länger zu warten, bis sich die Flüssigkeit erhärtet. Hoffentlich.

Nach weiteren zehn Minuten Wartezeit habe ich dann den finalen Versuch mit dem Kompressor gestartet, wobei ich bis etwa 3 Bar gekommen bin. Daumendrückend löste ich abermals den Schlauch vom Ventil und hatte Glück! Alles bleib an Ort und Stelle. Beim Losfahren war einem schon etwas mulmig zu Mute. Mit aberwitzigen 50km/h machten wir uns auf den Heimweg über etwa 12km Landstraße.

Insgesamt hat die Prozedur etwas mehr als eine halbe Stunde in Anspruch genommen. Ich persönlich hätte ich dieser Zeit lieber einen (echten) Reifen gewechselt. Aber ich muss auch zugeben, dass mein Vertrauen in das repair-kit doch wieder etwas zugenommen hat, da heute Morgen noch genauso viel Luft im Reifen ist, wie in der Nacht des Unglücks.

Als ich dann zu Hause die Tür rein kam, habe ich vor Freude noch mein Handy fallen lassen. Seit dem hat es seinen ersten Macken an der Ecke… *seuftz*
iPhone first Crack