Jun 15

Mittwoch

Hier im Blog wird ja in der Regel mehr so gemeckert, wenn’s mal nicht so läuft, wie es denn eigentlich sollte.

Da hab ich mir gedacht, ich versuche mal den Spieß etwas rum zu drehen und blogge mal, was denn so bei mir los ist, wenn es mir mal gut geht. War gar nicht so einfach…!

Im Grunde würde ich mich, auch als ITler, eher zu den fröhlicheren Menschen zählen. Eigentlich gerade deswegen. Zwar mime ich von Zeit zu Zeit gerne den Eigenbrödler, aber im Grunde bin ich viel lieber mit ein paar netten Leuten unterwegs, die genauso kaputt sind wie ich.

Mein Job in der IT-Branche bereitet mir sehr viel Freude. Die Arbeitszeit ist zu lang, aber das ist ja immer und überall so und Stress gibt es mal mehr und mal weniger als mehr, also viel. Von daher kann ich mich jetzt nicht wirklich beschweren ;-) Die Atmosphäre innerhalb einer IT-Abteilung kenne ich so glaube ich eigentlich aus keinem anderen Segment. Sie ist einfach einzigartig. Wahrscheinlich, weil man sich in einem Haufen von Nerds einfach auch am wohlsten fühlt.

Ich bin gerade dabei einen regelrechten Traum zu erfüllen, der mich schon seit mehreren Jahren begleitet und zwar mache ich gerade noch den Motorradführerschein. Erst war ich mir gar nicht so sicher, ob ich nicht sogar “Angst” davor hätte, auf eine Maschine zu steigen, aber jetzt nach den ersten Fahrstunden, finde ich es einfach nur noch große Klasse auf dem Motorrad! Wenn ich fertig bin werde mir schnellstmöglich ein Motorrad kaufen und dann vielleicht auch nochmal berichten, wie das denn so ist.

Dann wäre da noch die Frau, die mich schon seit längerem im Leben begleitet, mit der es noch nie so richtig funktionieren wollte. Trotzdessen haben wir über die Jahre hinweg irgendwie immer wieder zueinander gefunden. Genau genommen dürfte das jetzt so der dritte Anlauf sein, vielleicht auch der erste ernstzunehmende. Auf jeden Fall  fühlt es sich jetzt irgendwie anders an als früher. Es fühlt sich in gewisser Weise an, wie eine faire Chance, um das mal möglichst wage zu umschreiben. Das war in der Vergangenheit nicht so und wahrscheinlich waren wir beide noch nicht bereit füreinander. Jeder hat an sich gearbeitet und sich weiterentwickelt in seinem Sein. Manch ein Außenstehender wird die Aktion wahrscheinlich schon veruteilen, aufgrund der Tatsache, dass es der dritte Anlauf ist.  Aber da können sich dann wirklich Andere einen Kopf drum machen, ich nicht. Für mich funktioniert das Ganze und es fühlt sich sehr gut an!

Tut mir jetzt ein bisschen leid, dass ich den ein oder anderen Leser etwas enttäuscht habe mit diesem Beitrag, aber es gibt akut einfach nichts zu meckern!

Weil es gerade doch thematisch noch etwas hierrein passt, wollte ich mich auch nochmal bei Missmotz für diesen Beitrag im Blog “missmotz.de” bedanken.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass im nächsten Beitrag wieder vermehrt gemotzt wird ;-)

Vielleicht kann @kaOz ja noch von ihrer gestrigen Begegnung mit Menschen erzählen.

Sep 10

Donnerstag

Im wahren Leben ist es wie bei Marienhof: “Es wird viel passieren.”

Sep 29

Montag

In einem Forum zur xbox360 kamen die Teilnehmer mal wieder auf das Thema “Killerspiele” und ich kam nicht drumherum auch mal was aus meiner Sicht dazu beizutragen. Ich habe den Auszug direkt übernommen, daher kann es vorkommen, dass nicht jeder Satz auf Anhieb einen Sinn ergibt für Außenstehende.

[...]

Das ist natürlich ein Thema, was sich super verallgemeinern lässt. Genau das machen auch die Politiker mit “Killerspielen”.

@<Teilnehmer> muss ich teilweise Recht geben, denn was man dem Kind “zutraut” zu spielen liegt im Ermessen der Eltern und nicht irgendeiner Altersvorgabe, die der Staat für angemessen hält.

Es gibt viel mehr Jugendliche, die durch solche Spiele beeinflussen lassen als Kinder. Denn Kindern fehlt zum Einen oftmals der Bezug des Spiels zur Realität und zum Anderen sind sie nicht dem gesellschaftlichen Druck eines beispielsweisen Pubertierenden ausgesetzt.

Das ein Erwachsener vor dem Spiel sitzt ändert übrigens nicht am Spiel selbst, denn es bleibt ein Spiel bei dem die Tötung von Menschen möglichst realitätsnah umgesetzt werden soll. Von der Verharmlosung solcher Debatten sollte man also absehen.

Falsch ist auch die Schuld immer auf die Politiker zu schieben. Viele Ereignisse in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Eltern sich nicht genügend mit Materie der Spiele befassen. Das hängt auch damit zusammen, das in vielen Familien beide Elternteile berufstätig sind und sie sich somit auch weniger mit ihrem Kind beschäftigen als das früher etwa der Fall war. Das ist genau so wie die steigende Gewaltbereitschaft der Jugendlichen ein Problem unserer heutigen Gesellschaft.

Ich für meinen Teil denke, dass die strengere Kontrolle von Altersvorgaben sehr wohl von Nöten sind. Manchmal frage ich mich allerdings, ob die Kriterien, nach denen Altersabstufungen gesetzt werden realistisch und angemessen sind. Was einen zu der Frage bringen mag, wer solche Bewertungen eigentlich durchführt? Sind es tatsächlich auch Leute, die Ahnung haben von den jeweiligen Spielen.

Auf der anderen Seite, sollten sich Eltern viel mehr um die Interessen und Gedanken ihrer Kinder kümmern und sich auch mit ihren Problemen auseinander setzen. Denn nur auf diese Art und Weise kann man als Eltern gewährleisten, dass man nicht den Draht zu ihnen verliert und sie in “andere Welten” abtauchen und sie so versuchen ihren Frust abzubauen.

Um nochmal zum eigentlichen Topic zurück zu kommen:

Phillips Eltern haben sich wohl schon gewisse Sorgen um die Thematik gemacht, ansonsten würden sie sicherlich nicht die Funktion des “Familientimers” einsetzen und es wäre ihnen schlichtweg egal, wie lange ihr Sohn spielt. Aber wie ich vermute, haben sie es nicht bis zur letzten Konsequenz durchdacht. Denn ich wage es zu bezweifeln, dass ein 12-Jähriger in der Lage ist die Thematik der genannten Spiele zu erfassen und die Grenze zwischen “Gut” und “Böse” zu ziehen.

Gerade junge Eltern sind oft nicht in der Lage solche Situationen richtig einzuschätzen. Vor ein paar Wochen war ich in einem Spieleladen und habe gehört, wie ein junger Vater und seine Freundin den Verkäufer gefragt haben, ab wann denn ein Kind den Nintendo DS bekommen kann. Dabei stellte sich heraus, dass der Sohn erst vier Jahre alt war. ich gehe davon aus, dass der Vater selbst einen DS wollte und einen Vorwand gesucht hat ;-)

Der Verkäufer war aber genau, wie ich der Meinung, dass es noch etwas zu früh sei. Man muss sich nur mal überlegen, was für das Kind in diesem Alter wichtig ist: Lesen, Schreiben, Rechnen, Kommunikation und Spiel mit Gleichaltrigen usw. Das wären alles Schritte, die der Junge evtl. verpasst, weil ihn seine Eltern an den DS geklemmt haben. Man muss sich überlegen, ob man seinem Kind damit wirklich einen Gefallen tut. Dafür muss man die Konsequenzen einer Materie, wie den “Videospielen” kennen, denn dazu sind vorallem Kinder, aber auch Jugendliche noch nicht in der Lage. Der Satz “aus Fehlern lernt man” greift hier leider nicht, da die Unterscheidung zwischen “Richtig” und “Falsch” noch garnicht getroffen werden kann. Diese Tatsache ist keine Frage des Alters, sondern des Verstehens und Begreifens und im Endeffekt der Erziehung.

So jetzt haben auch die Eltern mal wieder ihr Fett weg. Man sollte aber nicht vergessen, dass dies sehr schlecht verallgemeinert werden kann, da es gerade bei der Erziehung sehr große Unterschiede gibt. Es kommt eben auf den Stamm an, von dem der Apfel fällt.

Ich habe meine erste Spielekonsole (die xbo360) erst mit 21 Jahren bekommen und musst sie mir selbst kaufen.

Meine Eltern haben mich damals mit einem PC bestückt und das hat nun einen Informatiker aus mir gemacht ;-)

Jul 28

Montag

Freundschaft

geschrieben von Meikchen um 11:19 Uhr.

Aus gegebenem Anlass über die Freundschaft:

Was wäre das Leben ohne Freunde? Richtig… nichts! Denn: mit wem sollten wir unsere Freude, unsere Sorgen und unsere Geheimnisse teilen, wenn nicht mit unseren Freunden!?!

“Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.” Um mich mal den Worten Ralph Waldo Emersons zu bedienen. Natürlich ist es nicht immer leicht, ein Freund zu sein…doch wenn man es recht bedenkt: mit ein kleinwenig Anstrengung sollte es einem doch gelingen. Darunter zählt auch, sein Gegenüber mit all seinen kleinen Macken, Ecken und Kanten so zu mögen bzw. anzunehmen, wie er ist…

Es ist von Natur aus auch schon immer so, dass Menschen ihre Freunde einteilen: es gibt auf dieser Welt (so hab ich mir sagen lassen) Smalltalkbekanntschaften (zählen die überhaupt zur Kategorie „Freunde“??), „normale“ Freunde (was auch immer DAS ist!), gute Freunde und beste Freunde. Doch wenn wir ehrlich sind: Was bringt uns eine solche Einteilung?

Meiner Meinung nach nicht viel, denn entweder sind die Menschen, mit denen man sich gerne umgibt, Freunde oder eben nicht! Die Steigerung „gut, besser, am Besten (oder doch Paulaner?!) kann man einfach nur auf Bier anwenden…und in diesem Falle würde es sicherlicht nicht Paulaner werden! Bei Freunden sind solche Einteilungen fehl am Platz!

Wer reflektiert, ohne sich selbst zu bescheißen, wird merken, dass die Menschen, die man selbst vormals als „beste/bester“ bezeichnet hat, oftmals längst keinen Platz mehr im jetzigen Leben haben. Das kann viele Gründe haben… meistens lebt man sich im Laufe der Zeit jedoch schlichtweg auseinander. Deshalb die Gründe in seinem Gegenüber zu suchen, oder gar die eigenen Unzulänglichkeiten auf die andere Person zu projizieren, zeugt nicht gerade von geistiger Reife, doch auch diese Art von Menschen soll es geben. Es ist nun mal eben immer leichter, anderen den schwarzen Peter unterzumauscheln, als die Suppe, die man sich selbst eingebrockt hat, auszulöffeln.

Seinen eigenen Status als Freund kann man auch nicht dadurch „aufpolieren“, indem man andere Freunde herabsetzt, grundlos kritisiert, stalkt oder beleidigt… (erst recht nicht, wenn man diese gar nicht kennt!) Aber na ja…alles soll vorkommen in dieser großen, verrückten Welt! Kann man machen nix, oder wie war das?! Selbst Blaise Pascale wusste davon ein Lied zu singen als er sagte: „Ich stelle als Tatsache fest, dass, wenn alle Menschen wüssten, was jeder über den anderen sagt, es keine vier Freunde in der Welt gäbe“

Doch sei es wie es sei, ich schließe mich Marcus Tullius Cicero und seiner Aussage

„Das schönste Geschenk, das die Götter den Menschen verliehen, ist die Freundschaft.
Mögen manche auch den Reichtum, die Macht, die Ehre oder die Gesundheit preisen,
ich ziehe Freundschaft und Weisheit allen anderen Gütern vor.
Im Glück wie im Unglück verlangt der Mensch am meisten nach Freundschaft.“

an.

Ohne Freunde, sind wir nichts auf dieser Welt! Mit wem sollten wir unsere Freude, unsere Sorgen und unsere Geheimnisse…schlichtweg unser Leben teilen, wenn nicht mit ihnen?!
Deshalb bin ich froh, dankbar und stolz, so tolle Freunde auf diesem Planeten gefunden zu haben! Ich würde sie / euch für kein Geld dieser Welt mehr hergeben wollen!