Jul 14

Mittwoch

“Finde Freunde, Kollegen und Mitschüler!”, so lautet eines der Features auf der Startseite der Wer-kennt-wen-Community (kurz “wkw”). Eigentlich müsste man aber eine Fußnote anführen mit dem Zusatz: “…aber nicht ohne Umwege”.

Wer mir bei Twitter folgt, könnte wissen, dass ich von diesem Web-1.0-Portal nicht allzuviel halte. Allerdings wollte ich es am Wochenende tatsächlich mal wissen…

Ausgehend von einer Standardsituation “Was macht der/die [Name],[Vorname] aus [Stadt] jetzt eigentlich so?”, machte ich mich in wkw auf die Suche.

Schnell stellte sich heraus, dass die Kombination aus [Name],[Vorname] unter den registrierten Nutzer sehr häufig vorkam. Für [Name],[Vorname] und [Stadt] blieben die Resultate gänzlich aus.

Wenn man ein bisschen die Medien verfolgt hat, weiß man, dass die Portale StudiVZ, wkw & Co. oft in die Kritik geraten sind, wegen Sicherheitslücken und Datenschutz-Problemen. Das hat im Endeffekt viele User dazu bewegt ihre persönlichen Daten dermaßen zu reduzieren, dass die Plattform an sich kaum mehr einen Sinn macht.

Ich kann einen Max Mustermann über die Suche nicht mehr finden, weil er nun Xam Beispielmann als (für ihn logisches?) Synonym verwendet und nicht mehr seinen richtigen Namen. Die Stadt in der er wohnt hat er garnicht erst angegeben, aber ich kann vielleicht noch herauslesen, dass er den Film Titanic zum brechen fand, wie millionen anderer Männer auch. Im Übrigen ist “eigentlich Alles” kein Musikgeschmack!

Da wir auf der selben Schule waren habe ich beschlossen, mich an der Gruppensuche zu versuchen. Leider musste ich auch hier feststellen, dass ca. zehn unterschiedliche Gruppen aufgelistet wurden, die allesamt ähnliche Namen hatten. Wenn man sich die Mitglieder der Gruppen so ansah, merkte man jedoch schnell, dass sich die Gruppen garnicht so sehr unterscheideten: Viele Gesichter fand man in einer anderen Gruppe wieder. Vermutlich hatten diese das selbe Problem wie ich, sie waren sich nicht sicher, welche Gruppe die richtige ist und sind kurzerhand in allen beigetreten.

Um den Kreis der in Frage kommenden Gruppen weiter einzuschränken, kann man sich etwas an der Karte orientieren. Hier werden die Mitglieder aus Punkt dargstellt. Man kann also Ballungsräume erkennen und somit manche von vornherein ausschließen.

Im Endeffekt blieben mir noch etwa drei Gruppen zum Durchstöbern. Jetzt ist die Schulzeit natürlich auch schon ein Weilchen her und man versucht sich vorzustellen, wie der-/diejenige heute wohl aussehen würde. Diese Vorstellung vergleicht man dann mit den Bildern am Schirm. Insgesamt ein sehr aufwändiger Prozess, der nicht immer zum Erfolg führt. Ich hatte aber Glück und habe meine Zielperson tatsächlich ausfindig machen können!

Das ist eigentlich auch der Grund, wieso wkw für mich noch “Web 1.0″ ist. Die Daten sind zwar gewissermaßen erfasst worden, aber sie haben keine Struktur. Die Gruppen-Funktion unterliegt der Willkür. Es sollte eigentlich möglich sein alle Absolventen der Schule XY aus dem Jahrgang 1999 herauszufiltern, geht aber nicht, weil es die Datenstruktur nicht hergibt.

Die Community bleibt also für mich bis auf Weiteres in ihrer Funktion als “Freunde-Such-Maschine” unbenutzbar.

Okt 01

Donnerstag

Das X versus Y im Web 2.0

geschrieben von Lenny um 10:01 Uhr.

Dieser Beitrag kann gerne auch als Stöckchen aufgefangen werden.

Ich fange einfach mal an. Der jeweils fette Teil ist mein persönlicher Favorit.

  • Vimeo vs. YouTube
  • Yiid vs. DandyID
  • Posterous vs. Tumblr
  • Loopt vs. Brightkite
  • Delicious vs. Diigo
  • Dailybooth vs. Dailymugshot
  • Flickr vs. Ipernity
  • getsatisfaction vs. Uservoice
  • Xing vs. LinkedIn
  • meinVZ/StudiVZ vs. Wer-kennt-wen (obwohl beides ein Krampf ist)

Bei einigen Vergleichen ist mir aufgefallen, dass oft auch einfach nur das bessere Layout entscheidet. Beziehungsweise -je näher der Funktionsumfang beieinander liegt, desto eher entscheidet rein die Optik. Auch im Web2.0 ist weniger oft mehr, daher wundert es mich immer wieder, wie überladene Seiten alá Facebook so beliebt sein können.

Mrz 14

Samstag

Auf meiner letzten Dienstreise, vom 10.03.-13.03., war ich spontan auf meinem ersten pl0gbar-Treffen in Hannover. Die Idee dahinter hat mich direkt überzeugt:

Alle (micro)Blogger der Stadt treffen sich (regelmäßig) in einer geeigneten Location, um über diverse Themen des Web 2.0 zu diskutieren und Meinungen, sowie Fachwissen untereinander auszutauschen.
-Also eine Art “Stammtisch” für WebGeeks?

Nein, denn das Tolle daran ist eigentlich, dass es nicht darum geht, möglichst große Töne zu spucken, sondern vielmehr soll das Ziel sein, Meinungen zu einem Thema zu bilden und auch anderen erlebte Eindrücke zu vermitteln. Um dies leisten zu können, muss man also nun wirklich kein Geek sein. Die Basis hierfür sind schlicht gemeinsame Interessen, die man nicht unbedingt an jeder Ecke wieder findet. Dazu gehören eben auch das Twittern, Bloggen, Social-Networking; aber auch Geo-Caching oder etwa Photographie. Wenn man beispielsweise an die Flickr-Community denkt, deren Ziel es schon lange nicht mehr ist, nur Bilder hochzuladen, damit andere diese anschauen können. Es darf also immer mehr interagiert werden und dies sollte man durchaus auch im realen Leben fortführen.

So viel dazu, aber was nun?

Innerhalb der letzten paar Wochen, habe ich des Öfteren erfahren müssen, dass es augenscheinlich nicht sehr viele aktive Blogger und der Gleichen in der Gegend um Kaiserslautern zu geben scheint. Wenn man etwas gräbt, wird man aber dennoch fündig und stößt auf eine nicht unerhebliche Menge von Leuten, mit denen man sicherlich den ein oder anderen Abend an Gesprächsstoff füllen könnte.

Daher liegt also die Idee nahe, auch hier in Kaiserslautern eine pl0gbar zu organisieren! Auf welche Art und Weise, diese stattfinden wird und wieviele Personen sich tatsächlich einfinden werden, steht natürlich zuerst mal noch in den Sternen. Aber ich werde mich auf jeden Fall im Laufe der nächsten zwei Wochen um die Planung einer ersten Veranstaltung bemühen; so viel Information also vorab.

Toll, dann haben wir eine pl0gbar, aber was dann?

Wohin das Ganze führt, liegt natürlich im Endeffekt an den Teilnehmern selbst. Ich halte es also nicht für sinnvoll jetzt schon irgendwelche Themen und Projekte vor zu definieren. Demzufolge möchte ich an dieser Stelle nur einige meiner ersten Ideen niederschreiben, ob es nun wirklich dazu kommen wird, hängt an der Bereitschaft der Teilnehmer…

Mögliche Ziele und Ideen:

  • Regelmäßige pl0gbar mit möglichst vielen Interessierten
  • Gemeinsame Fotosafaris durch KL, Flickr-Pool, etc.
  • Für die Zukunft: Umtrunk, Sommerfest, …
  • uvm.

Das war es fürs Erste von meiner Seite aus. Wenn nun jemand diesen Beitrag liest und sich angesprochen fühlt mitzumachen, dann nichts wie los und anfangen mich mit euren eigenen Vorschlägen zu bombardieren. Ich werde mich dann daran machen, eine Liste mit Interessierten zu erstellen, damit wir schnellstmöglich eine erste pl0gbar in Kaiserslautern auf die Beine stellen können!

Die pl0gbar ist natürlich nicht nur für Lautrer gedacht, sondern jeder der sich berufen fühlt mitzumachen, kann und sollte dies auf jeden Fall tun!

Am einfachsten erreicht ihr mich über Twitter (@weipah), oder über die Kommentare dieses Blog-Eintrags :)

Ganz wichtig: Spread the word! (via Twitter)